Donnerstag, 5. Juli 2012

Eine runde Sache...

...auch wenn wir Deutschen in diesem Jahr nicht ganz so gut damit umzugehen wussten, so möchte ich doch trotzdem den Versuch wagen, eine runde Sache aus diesem Blog zu machen. Für die weniger schnellen, die Anspielung galt dem Spiel gegen Italien in der diesjährigen Fußball Europameisterschaft der Herren. Wie der geneigte Leser sicherlich jeden Tag aufs neue festgestellt hat, hat der Autor alle Bemühungen in den Wind geschlagen und den sogenannten Robin gemacht. Oder besser den Robinho (man muss ja mit der Zeit gehen). Beständigkeit findet sich bei manchen Leuten eben nur in der Unbeständigkeit. Immerhin da. 

Knapp ein Jahr Lissabon an vollen Stränden genießen ist vorüber und ich sitze (nunmehr allein) in einem geräumigen Doppelbett in der Barceloneser Wohnung eines Schweden, der zu viele Zimmer und zu wenig Mitbewohner hat. Was jetzt folgen sollte, ist ein tiefschürfendes Resumee nach einer Zeit, in der ich feststellen durfte, dass ein gutes Leben überall möglich ist. Doch sitze ich hier und finde einfach keine Worte. Ob mich diese Monate verändert haben? Ja. Ob sie aus mir einen anderen Menschen gemacht haben? Wer weiß das schon, ich bin prinzipiell immer noch der Ansicht, dass die Änderungen unserer Persönlichkeit ab einem gewissen Alter vielmehr abhängig von unserer Umgebung sind, als von unserem inneren Selbst. Heißt: Bin ich in Lissabon ein anderer Mensch gewesen? Ja. Werde ich in Deutschland der gleiche bleiben? Wahrscheinlich nicht. Man lacht, wenn andere lachen, man meckert, wenn andere meckern und furzen tut man ... gut, wer wird denn schon pingelig sein.

Ich bin dankbar dafür, dass mir diese Zeit ermöglicht wurde. Und um alle Klischees zu bestätigen: Sie wird zu einer der Erfahrungen gehören, die ich vielleicht als eine der besten meiner jungen Jahre bezeichnen würde. Menschen, Puddingtörtchen, Berberaffen, Wein, Weib und Gesang, Mausi und Paula und ein Haufen anderer haben mich auf meinem Weg begleitet, der genau zur richtigen Zeit endete, als ich das Gefühl bekam, dass es Zeit für einen neuen (oder eher einen neuen alten?) Abschnitt sei.

Hier fehlen jetzt zwar die üblichen Wortwitze, doch werter Leser, lass dir gesagt sein, ein paar schöne Kalauer und neue Späßereien hab ich im Gepäck, die den deutschen Humor auf die Probe stellen wollen!

In diesem Sinne ein letzter Eintrag, um nicht im Sande verlaufen zu lassen, was nicht mal Höcker hat,

Macht's gut, folks!

Mausi macht einen Luftsprung im Park Güell in Barcelona. Gute Reise!