Teil 1 - Infame Lügen
Zitat "Hier entsteht ein neuer Blogeintrag. Er ist nur noch nicht fertig. Nein, er hat noch nicht einmal angefangen, da ich grade Besuch habe. Aber er wird kommen, bald. Bald = spätestens übermorgen."
Teil 2 - Pezzo di merda
Das war gelogen. Aber egal, hier kann ich nur zum wiederholten Male den alten Gaffer Swanthold, der voller Binsenweisheiten (und Überraschungen) steckte, zitieren: "Erst erleben, dann Schnee fegen." Was er damit wohl gemeint hat...
Ja liebe Leute, was gibt es Neues aus dem Land, wo Titten und Ärsche wackeln? Mein Italienisch hat sich um einiges verbessert. Ich kann nicht nur singen, sondern auch aufs Gratewohl Fremde beschimpfen, Gotteslästerung betreiben und mich danach mit den Worten "Scusami, e solo uno scherzo!" entschuldigen. Noch kommts gut an, wobei die Hälfte der Italiener den inflationären Gebrauch von "Porco dio!" nicht gar so komisch finden. Scusami, e solo uno scherzo! (Warum bringen sie es mir dann bei. Vielleicht waren es welche aus der anderen Fraktion.)
Außerdem zu bieten habe ich ein neues Trinkspiel/lied, was von Schwierigkeitsgrad und Sinnreiche her an beliebte Klassiker wie "Wer fickt wen?" oder "Rundes rundes Arschloch" erinnert. Man gehe nacheinander alle Monate durch, und bei jedem Monat müssen alle, die in diesem Geburtstag haben ihr Glas leeren. Dies begleiten die restlichen elf Zwölftel mit der wiederholten Aufforderung "Bevilo tutto, tutto, tutto!" (auf deutsch ungefähr sowas wie "Ex oder Kelly-Fan!". Wenn dann alle ausgetrunken haben, folgt folgender Gesang, den ich mittlerweile auswendig und akzentfrei (sogar noch im Zustand völliger Trunkenheit [den ich nur für dieses Experiment erreicht habe]) singen kann:
Se l'è bevuto tutto
e non gli ha fatto male,
l'acqua fa male
il vino fa cantare.
Nun werden sich wohl auch die letzten Zweifler eingestehen müssen, dass dieser Auslandsaufenthalt nicht völlig für die Katz ist. (Wobei die tatsächlich auch was davon hat, sie kriegt immer frisches Wasser, auch wenn sie jedes Mal auf die eine Stufe in der Küche pullert.)
Heller die Waldfee! Ich merke grade, dass ich im falschen Blog bin. Voriges sollte für meinen Blog über meinen fiktiven Italienaufenthalt in Genoa sein (der nebenbei bemerkt viel höherfrequentiert besucht wird - an dieser Stelle nochmal Dank an Gianluca für seine konstruktive Kritik an dem Beitrag Was italienische Pimmel und Spirelli gemeinsam haben, der Vergleich war nicht denunzierend gemeint (wenn auch berechtigt)). Naja Wurst, was steht das steht, da hilft nur eins ... rubbeln.
Teil 3 - Warum es hier so langweilig ist
Teil 4 -Trends und andere hippe Sachen
Da mich meine Schwester von Zeit zu Zeit fragt, wie es mir in Spanien so ergeht, hier vorab nochmal die Anmerkung: Portugal, und sie sprechen dort kein Spanisch, sondern Sch'tii. Aber das nur nebenbei.
Nach einmonatiger Feldforschung musste ich feststellen, dass ich der einzige bin, der noch den trendigen Kult der Sandalen zu pflegen scheint. Aus der Mode, wird man mir sagen, alle tragen nurnoch Flip-Flops. Dabei sagt der Name doch schon, dass die ein einziger Flop sind. Man hat ein komisches unangenehmes Bändchen zwischen dem großen und dem Zeigezeh, verliert sie andauernd und kann nichmal gut Fußball damit spielen. Sandalen sind besser für die Füße, lassen Luft und Licht durch, und wegrennen kann man damit auch, wenn man ausversehen einen Gemüsestand umkippt. Es gibt also eigentlich keine logische Erklärung für den aufkeimenden Trend "Flip-Flops - jetzt auch für echte Männer". Naja, ich hoffe und trage sie weiter (ohne Socken). Die Zeit ist wohl noch zu früh für Retro. Aber wenn sie kommt, bin ich der Vorreiter.
Des Weiteren - und jetzt festhalten, mehrere skurile Dinge folgen - bin ich viel häufiger in Berlin, seit dem ich in Lissabon bin. Verrückt, damit hätte wohl keiner gerechnet. Ja, denken sich jetzt alle, wie wird er das wohl erklären, hat ihn ja gar keiner gesehen, und teuer ists ja auch. Nix da, nicht unter der Woche und am Wochenende wenn du so tust als könntest du portugiesisch. Berlin ist (und jetzt kommt die zweite Skurilität) ein kleiner Club im Bairro Alto, in dem ich meine inoffizielle Tätigkeit des Stangentänzers aufgenommen habe (gut, Leuten, die meine Vorgeschichte in diesem Geschäft kennen, wird das vielleicht nicht ganz so sonderbar vorkommen). Ideal, um nach einem erfolgreichen Besäufnis die Puppen tanzen zu lassen, wenn das Theater grad geschlossen hat. Wie kann ich 'n hier Fotos einfügen?
Teil 5 - Wer auf dem Klo sitzt, sollte nicht zur Seite kippen oder Eine beschissene Klosituation
Den Wahrheitsgehalt dieses berühmten Sprichwortes können Besucher des Largo do Carmo 18 4E von Montag bis Freitag zwischen 13 und 04 Uhr für den läppischen Preis von 3 Mark 50 an der eigenen Haut erfahren. Kinder zahlen das Doppelte.
Ich habe vorher noch nie diese Erfahrung machen dürfen, aber wenn man auf unserm Klo kackt, wackelts. Nein, das stimmt so (leider) nicht mehr, da gestern jemand kam, um es zu reparieren, weil sich die Nachbarn wohl beschwert hätten, es rumpelte immer so viel bei uns oben. Das stimmt auch nicht, eigentlich fanden sie es bloß nicht gut, dass unser Klowasser den Weg des kürzesten Widerstandes nahm. Durch die Decke in ihre Wohnung. Spießer.
Alles in allem ist aber auch hier oben die Klosituation nicht grade das, was man einen sauberen Schlüpfer nennen würde. Offiziell teilen sich hier sechs Leute mit verschiedenen kulturellen Hintergründen (und ja, das macht sich auch in der Badezimmernutzung bemerkbar, ihr werdet noch sehen. Wenn ich den portugiesischen Schiss kann, dann steppt in Deutschland der Bär) ... jedenfalls ... teilen die sich ein Badezimmer. Offiziell. Zudem kommen die beiden Dauergäste unseres italienischen Mitbewohners Francesco, der Freund meines deutschen Mitbewohners Marius, der quasi eher mal zwischendurch Urlaub in Deutschland macht, als umgekehrt, und diverse Zaungäste, Schmarotzer, Topfgucker, Touristen und Freunde - was uns alles in allem zu der Situation 10 gegen eins (oder sollte man eher sagen 10 auf eins) bringt. Nicht selten kommt es daher vor, dass man ein in der Not abgesetztes Häufchen Notdurft im Flur finden. Der Name kommt ja nicht umsonst daher, dass man das auch mal in der Not durft. Im Portugiesischen heißt das merda em tua cama. Da hört der Spaß dann auf.
Hier bekommt der Titel des Buches Wie ich mich auszog, um den Schlüpfer zu wenden nun endlich eine tiefere Bedeutung.
Da mir mein Arsch eingeschlafen ist, reicht das für den Moment erstmal. Mehr gibt es wie immer bald und zu keinem genauen Zeitpunkt.
Kind Regards
Prof. K. K. Bratze
Zitat "Hier entsteht ein neuer Blogeintrag. Er ist nur noch nicht fertig. Nein, er hat noch nicht einmal angefangen, da ich grade Besuch habe. Aber er wird kommen, bald. Bald = spätestens übermorgen."
Teil 2 - Pezzo di merda
Das war gelogen. Aber egal, hier kann ich nur zum wiederholten Male den alten Gaffer Swanthold, der voller Binsenweisheiten (und Überraschungen) steckte, zitieren: "Erst erleben, dann Schnee fegen." Was er damit wohl gemeint hat...
Ja liebe Leute, was gibt es Neues aus dem Land, wo Titten und Ärsche wackeln? Mein Italienisch hat sich um einiges verbessert. Ich kann nicht nur singen, sondern auch aufs Gratewohl Fremde beschimpfen, Gotteslästerung betreiben und mich danach mit den Worten "Scusami, e solo uno scherzo!" entschuldigen. Noch kommts gut an, wobei die Hälfte der Italiener den inflationären Gebrauch von "Porco dio!" nicht gar so komisch finden. Scusami, e solo uno scherzo! (Warum bringen sie es mir dann bei. Vielleicht waren es welche aus der anderen Fraktion.)
Außerdem zu bieten habe ich ein neues Trinkspiel/lied, was von Schwierigkeitsgrad und Sinnreiche her an beliebte Klassiker wie "Wer fickt wen?" oder "Rundes rundes Arschloch" erinnert. Man gehe nacheinander alle Monate durch, und bei jedem Monat müssen alle, die in diesem Geburtstag haben ihr Glas leeren. Dies begleiten die restlichen elf Zwölftel mit der wiederholten Aufforderung "Bevilo tutto, tutto, tutto!" (auf deutsch ungefähr sowas wie "Ex oder Kelly-Fan!". Wenn dann alle ausgetrunken haben, folgt folgender Gesang, den ich mittlerweile auswendig und akzentfrei (sogar noch im Zustand völliger Trunkenheit [den ich nur für dieses Experiment erreicht habe]) singen kann:
Se l'è bevuto tutto
e non gli ha fatto male,
l'acqua fa male
il vino fa cantare.
Nun werden sich wohl auch die letzten Zweifler eingestehen müssen, dass dieser Auslandsaufenthalt nicht völlig für die Katz ist. (Wobei die tatsächlich auch was davon hat, sie kriegt immer frisches Wasser, auch wenn sie jedes Mal auf die eine Stufe in der Küche pullert.)
Heller die Waldfee! Ich merke grade, dass ich im falschen Blog bin. Voriges sollte für meinen Blog über meinen fiktiven Italienaufenthalt in Genoa sein (der nebenbei bemerkt viel höherfrequentiert besucht wird - an dieser Stelle nochmal Dank an Gianluca für seine konstruktive Kritik an dem Beitrag Was italienische Pimmel und Spirelli gemeinsam haben, der Vergleich war nicht denunzierend gemeint (wenn auch berechtigt)). Naja Wurst, was steht das steht, da hilft nur eins ... rubbeln.
Teil 3 - Warum es hier so langweilig ist
Teil 4 -Trends und andere hippe Sachen
Da mich meine Schwester von Zeit zu Zeit fragt, wie es mir in Spanien so ergeht, hier vorab nochmal die Anmerkung: Portugal, und sie sprechen dort kein Spanisch, sondern Sch'tii. Aber das nur nebenbei.
Nach einmonatiger Feldforschung musste ich feststellen, dass ich der einzige bin, der noch den trendigen Kult der Sandalen zu pflegen scheint. Aus der Mode, wird man mir sagen, alle tragen nurnoch Flip-Flops. Dabei sagt der Name doch schon, dass die ein einziger Flop sind. Man hat ein komisches unangenehmes Bändchen zwischen dem großen und dem Zeigezeh, verliert sie andauernd und kann nichmal gut Fußball damit spielen. Sandalen sind besser für die Füße, lassen Luft und Licht durch, und wegrennen kann man damit auch, wenn man ausversehen einen Gemüsestand umkippt. Es gibt also eigentlich keine logische Erklärung für den aufkeimenden Trend "Flip-Flops - jetzt auch für echte Männer". Naja, ich hoffe und trage sie weiter (ohne Socken). Die Zeit ist wohl noch zu früh für Retro. Aber wenn sie kommt, bin ich der Vorreiter.
Des Weiteren - und jetzt festhalten, mehrere skurile Dinge folgen - bin ich viel häufiger in Berlin, seit dem ich in Lissabon bin. Verrückt, damit hätte wohl keiner gerechnet. Ja, denken sich jetzt alle, wie wird er das wohl erklären, hat ihn ja gar keiner gesehen, und teuer ists ja auch. Nix da, nicht unter der Woche und am Wochenende wenn du so tust als könntest du portugiesisch. Berlin ist (und jetzt kommt die zweite Skurilität) ein kleiner Club im Bairro Alto, in dem ich meine inoffizielle Tätigkeit des Stangentänzers aufgenommen habe (gut, Leuten, die meine Vorgeschichte in diesem Geschäft kennen, wird das vielleicht nicht ganz so sonderbar vorkommen). Ideal, um nach einem erfolgreichen Besäufnis die Puppen tanzen zu lassen, wenn das Theater grad geschlossen hat. Wie kann ich 'n hier Fotos einfügen?
Ja, mit Schwung muss man da ran!
Teil 5 - Wer auf dem Klo sitzt, sollte nicht zur Seite kippen oder Eine beschissene Klosituation
Den Wahrheitsgehalt dieses berühmten Sprichwortes können Besucher des Largo do Carmo 18 4E von Montag bis Freitag zwischen 13 und 04 Uhr für den läppischen Preis von 3 Mark 50 an der eigenen Haut erfahren. Kinder zahlen das Doppelte.
Ich habe vorher noch nie diese Erfahrung machen dürfen, aber wenn man auf unserm Klo kackt, wackelts. Nein, das stimmt so (leider) nicht mehr, da gestern jemand kam, um es zu reparieren, weil sich die Nachbarn wohl beschwert hätten, es rumpelte immer so viel bei uns oben. Das stimmt auch nicht, eigentlich fanden sie es bloß nicht gut, dass unser Klowasser den Weg des kürzesten Widerstandes nahm. Durch die Decke in ihre Wohnung. Spießer.
Alles in allem ist aber auch hier oben die Klosituation nicht grade das, was man einen sauberen Schlüpfer nennen würde. Offiziell teilen sich hier sechs Leute mit verschiedenen kulturellen Hintergründen (und ja, das macht sich auch in der Badezimmernutzung bemerkbar, ihr werdet noch sehen. Wenn ich den portugiesischen Schiss kann, dann steppt in Deutschland der Bär) ... jedenfalls ... teilen die sich ein Badezimmer. Offiziell. Zudem kommen die beiden Dauergäste unseres italienischen Mitbewohners Francesco, der Freund meines deutschen Mitbewohners Marius, der quasi eher mal zwischendurch Urlaub in Deutschland macht, als umgekehrt, und diverse Zaungäste, Schmarotzer, Topfgucker, Touristen und Freunde - was uns alles in allem zu der Situation 10 gegen eins (oder sollte man eher sagen 10 auf eins) bringt. Nicht selten kommt es daher vor, dass man ein in der Not abgesetztes Häufchen Notdurft im Flur finden. Der Name kommt ja nicht umsonst daher, dass man das auch mal in der Not durft. Im Portugiesischen heißt das merda em tua cama. Da hört der Spaß dann auf.
Hier bekommt der Titel des Buches Wie ich mich auszog, um den Schlüpfer zu wenden nun endlich eine tiefere Bedeutung.
Da mir mein Arsch eingeschlafen ist, reicht das für den Moment erstmal. Mehr gibt es wie immer bald und zu keinem genauen Zeitpunkt.
Kind Regards
Prof. K. K. Bratze
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