"Da hatta aber lange gebraucht, ick dachte schon, er hätte keine Lust mehr!", wird der geneigte Leser jetzt vielleicht denken. Ja. Vielleicht denkt er aber auch was völlig anderes, oder gar nichts. Wie auch immer. Einstieg vermasselt. Einstiege sind immer schwierig. Wenn ich es mir recht überlege, egal in welcher Beziehung - wobei man das auch schon wieder zu meinen Ungunsten auslegen könnte. Wie Teppich.
Wo wir grad bei "wie" sind: Wie auch immer. Was ich mitzuteilen versuche ist, dass ... ich bin schwanger. (Nadine, gib die Tastatur wieder her!) In den letzten Tagen musste ich erst einmal erleben, um Erlebtes wiederzugeben, denn wie auch schon der alte Gaffer Swanthold sagte "Erst erleben, dann über...wiedergeben!" Er war ein weiser Mann, dieser alte Gaffer Swanthold. Er ist so ein bisschen wie die Dorfmatratze - man kann bei jeder Gelegenheit auf ihn zurückgreifen. Doch Klaus beiseite, Ernst ist dran.
Ich möchte heute etwas über Tittenbonus loswerden, ein (jedenfalls von männlicher Seite) totgesabbertes Thema, doch scheint mir die Aktualität genug Anlass zu geben, mein Plädoyer für maskulinen Brustbesitz auf die Massen loszulassen (ich beliebe zu reimen). Erinnern wir uns an den Cliffhanger in der Folge "Was man sich so vornimmt ... ", in der der Ausgetauschte sich vornimmt, eine Gitarre zu kaufen und Straßenmusik zu machen. Das Ende blieb unerwartet offen, keiner wusste, ob er sich nun wirklich eine Gitarre holen würde oder nicht. Und würde er Brötchen für das gemeinsame WG-Frühstück kaufen? Da ich des Englischen mächtig bin, habe ich die nächste - in Deutschland noch nicht veröffentlichte - Staffel schon gesehen (ich sag nur: 100 nackte Portugiesinnen!) und kann verraten:
Ja, er hat eine Gitarre und ja, er hat auch Straßenmusik gemacht. Nein, er ist nicht jämmerlich gescheitert - das ist alles Auslegungssache.
Der erste Versuch: Man setze sich mit der Gitarre (ohne Halsband zum Umhängen der Gitarre) an den Rand der großen Touristen-Schlender-Straße und spiele Songs. Wenn man die Töne trifft, singe man lauter dazu, sonst leise. Wenn man den Text nicht weiß, improvisiere man, es hört sowieso keiner auf den Text. 70 Cent in nur 40 Minuten lässt sich auf einen stattlichen Stundenlohn von 1,05 € hochrechnen. Aber aller Anfang ist schwer.
Der zweite Versuch: Da allseits bekannt ist, dass Singen und Gitarre spielen much cooler ist, als nur eines von beidem, mussten also neue Songs her. Die ich auch treffe, also so von der Tonhöhe. Man mache sich also in einer sonnigen Nacht daran, Songs zu schreiben. Zwei Songs, zwei Geschichten über Liebe, Schmerz und tote Tauben, eine herzzereißende Stimme. Same procedure as last year. Keiner wollte mir Geld geben. Was lief falsch?
Der dritte Versuch: Angespornt von Luisas (das deutsche Sängermädchen) wesentlich beträchtlicheren Erfolgen (20 € + die Stunde) und ausgerüstet mit einem Um-Den-Hals-Binde-Band für die Klampfe und den zwei Songs, deren Gesangslinie sozusagen direkt auf meine Stimme angepasst wurde, stelle ich mich auf die Straße. Ich spiele. Ich singe.
Jimmy was a rabbit, and he wanted to fly
but he had no wings (oh man!), so he was supposed to die.
so he was supposed to die.
but he had no wings (oh man!), so he was supposed to die.
so he was supposed to die.
Chorus:
Uhhhuhhh, uuuhhuuu oh why oh why are the best the first to die?
Uhhhuhhh, uuuhhuuu oh why oh why are the best the first to die?
Verse2
Gipsy was a pidgeon, and she wanted to dive.
But when she reached the water (my friend!), she suddenly lost her life.
She suddenly lost her life.
Verse3
Jordan was a snail (a slicky snail!), he want'd to cross the street.
But he didn't see the Van (My man!), so he ended up like bleed.
So he ended up like bleed.
CHORUS
Bridge
All these heroes, forever lost and not found.
they grasped for their aims and reached the ground.
Verse5
Clara was an Icebear, who had some wintersleep.
But she forgot to wake up (again), and now we have to weep.
And now we have to weep.
CHORUS
Uhhhuhhh, uuuhhuuu oh why oh why are the best the first to die?
Uhhhuhhh, uuuhhuuu oh why oh why are the best the first to die?
Verse2
Gipsy was a pidgeon, and she wanted to dive.
But when she reached the water (my friend!), she suddenly lost her life.
She suddenly lost her life.
Verse3
Jordan was a snail (a slicky snail!), he want'd to cross the street.
But he didn't see the Van (My man!), so he ended up like bleed.
So he ended up like bleed.
CHORUS
Bridge
All these heroes, forever lost and not found.
they grasped for their aims and reached the ground.
Verse5
Clara was an Icebear, who had some wintersleep.
But she forgot to wake up (again), and now we have to weep.
And now we have to weep.
CHORUS
Der Geldbeutel bleibt leer. Von komischer Tragik erfüllte Songs sind anscheinend nicht mehr In dieser Tage. Woran liegt es also? Die Antwort, meine Freunde (und Familie, Bekannte), liegt auf der Hand. Bzw. am Besten in beiden Händen, rund und handlich. Der Tittenbonus. Zwei Mal innerhalb von 3 Tagen wurde ich Zeuge eines kompromisslos angewandten Tittenbonus! Zwei Mal wurden Luisa 20 Euro Scheine zugesteckt, einmal nach 1 Minute zuhören (der Spender ist danach fortgegangen), einmal ohne, dass sie die Gitarre überhaupt ausgepackt hatte (gut, dieser Spender, ein Froschfresser, hat ihr danach über Facebook seine Liebe gestanden, auf ziemlich strange Weise, aber egal ... )! Dies führt zu dem Schluss, dass man entweder richtig gut spielen muss (da geben die Leute wohl auch), oder aber richtig gut aussehen muss (mindestens zwischen Hals und dem Bereich um den Bauchnabel herum (altersabhängig)).
Probleme hat man, wenn man beides tut - das nennt man Reizüberflutung. Mein Misserfolg hat also einen natürlichen Grund. Doch ich werde nicht aufgeben. Ich werde wieder dort stehen. Der nächste Versuch führt zu einer Bandgründung. Ich brauche jemanden für die Percussion, jemanden für den Gesang, jemanden für das gute Aussehen, jemanden für das mitleiderregende Aussehen (halt, ich bin ja auch in der Band), jemanden für das Mit-Dem-Hut-Rumgehen und eine/n Manager/in. Bewerbungen gehen an GUTELAAAAAAUNE@kein-sex-vor-sex,-deine-mudda-stinkt.pt.
Ich muss schlafen, ich muss morgen um 13 Uhr aufstehen.
Dieser Post erzählt nicht viel. Es ist nämlich nicht viel passiert. Jedenfalls nichts Blog-wertes. Von den Drogenparties und Sexorgien weiß ja mittlerweile jeder.
Gute Nacht!
Boa Noite (portugiesisch für "Boah Leute!")!
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